KulTour

Unsere Tour an diesem sonnigen Samstag haben wir mit einem Aufstieg auf den Montmartre begonnen. Doch, wirklich, könnt Ihr glauben. In Seocho-gu wurde auf einem Hügel, von dem aus man auf das französische Viertel blicken kann, ein Park angelegt, der den Namen "Montmartre" erhielt. Ist ein nettes Fleckchen und wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, wurde auch an Geräte zur körperlichen Ertüchtigung der Besucher gedacht. Im französischen Viertel selbst, dass auch "Montmartre" genannt wird, ging es dann viel belebter zu als im Park. Dort leben ca. 560 Franzosen, hauptsächlich weil sich dort die französische Schule befindet. Folglich gibt es im Viertel einige französische Restaurants, Bäcker und Feinkostgeschäfte; "Montmartre" hat somit seinen eigenen besonderen Charme.

Nach einem Abstecher zum Express Bus Terminal, das wir nach einem Spaziergang entlang eines Kanals erreichten, verbrachten wir den Nachmittag im Seoul Arts Center. Dieses befindet sich auch in Seocho-gu, wo auf einer Anhöhe auf einem riesigen Gelände mehrere Gebäude gelegen sind. Das Seoul Arts Center umfasst ein Opernhaus, mehrere Konzerthallen und Theater sowie verschiedene Museen und Galerien.

Wir besuchten zunächst die Ausstellung "Access to life" der Fotografenvereinigung "Magnum". Acht Magnum-Fotografen hatten in 9 Ländern Menschen vor und 4 Monate nach einer AIDS-Therapie fotografiert. Die Geschichten gingen nicht immer gut aus, denn trotz Therapie sind einige dieser Menschen gestorben. Nach diesen eindrucksvollen und aufwühlenden Bildern war es gar nicht so einfach, sich auf den nächsten Programmpunkt zu konzentrieren.

Wir wollten nämlich tiefer in die koreanische Kultur einsteigen, nicht in die moderne, der man auf Schritt und Tritt begegnet, sondern in die traditionelle, die eine 5000jährige Geschichte aufweisen kann.

Dazu begaben wir uns ins National Gugak Center (Gugak ist die Bezeichnung für traditionelle koreanische Musik), das auch Bestandteil des Seoul Arts Center ist und wo jeden Samstag Vorstellungen gegeben werden. Es gibt 10 verschiedene Vorstellungen und wir hatten uns für die entschieden, bei der traditionelle Werke der koreanischen Kultur aufgeführt werden, die als Weltkulturerbe anerkannt sind (Instrumentalmusik, Gesang, Tanz, religiöse Zeremonien).

Die traditionelle koreanische Musik ist für unsere Ohren sehr gewöhnungsbedürftig. Aber durch die Verschiedenartigkeit der Stücke und die farbenfrohen Kostüme war es doch eine recht kurzweilige und interessante Veranstaltung. Nur Fotografieren durfte man dort leider nicht.

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