Koreanisch intensiv

Nein, es handelt sich hier nicht um die Schilderung eines Sprachkurses, obwohl die erfolgreiche Absolvierung eines solchen sicher hilfreich wäre für die Lösung so mancher sich auftuender Probleme. Intensiv war an diesem Tag das Erleben der koreanischen Kultur - der Einkaufskultur und der Esskultur. In Seoul gibt es einige Märkte, jeder mit seinem ganz eigenen Flair und seinem speziellen Warenangebot. Ich war in Begleitung einer Koreanerin auf dem Namdaemun-Markt, der sich mitten in der Stadt unweit des Hauptbahnhofes über ein beachtliches Areal erstreckt. Den Markt gibt es schon sehr lange und es gibt nichts, was man hier nicht finden könnte. Die Warenfülle hat mich fast erschlagen und die Enge und der Lärm trugen auch ihren Anteil dazu bei, dass ich ich mich schon nach kurzer Zeit wirklich wie erschlagen gefühlt habe. Mir kamen Erinnerungen an die Medina in Marrakesch in den Sinn, denn allein hätte ich mich aus diesem Labyrinth nicht wieder herausgefunden. Einige interessante Sachen habe ich entdeckt - auch solche, die ich nie im Leben brauchen werde - und wenn man was Spezielles sucht, wird man hier sicher fündig. Aber meine Kleidung kaufe ich dann doch lieber in einem "normalen" Geschäft.

beim korean barbecue
beim korean barbecue
Etwas entspannter war es dann am Abend, als wir mit Jürgens Kollegen beim Koreanischen Barbecue waren. Es war mein erstes Mal bei einem "echten" Koreanischen Barbecue und hat sich doch etwas von dem unterschieden, was in Japan unter diesem Namen angeboten wird. Es ist DAS koreanische Essen schlechthin und man kann es an jeder Ecke bekommen. Das Problem ist nur, dass wir uns nicht verständigen können und deshalb froh waren, dass ein Koreaner dabei war, der sich gekümmert hat. Was es zu essen gab ? Nun, natürlich Fleisch, das gegrillt wurde und dazu Salat- und Sesamblätter, in die die Fleischstückchen eingewickelt wurden und verschiedene Dips und Saucen, mariniertes Gemüse und - natürlich - Knoblauch ! Zunächst wurden große Fleischstücke auf den Grill gepackt, was mich zum ersten Mal in Erstaunen versetzte. Zum zweiten Mal habe ich gestaunt, als die Fleischstücke mit einer Schere (!) in mundgerechte Stücke geschnitten wurden. Das Fleisch hat man dann so richtig braun brutzeln lassen, um es dann mit den oben beschriebenen Zutaten zu verzehren. Ich muss sagen, es hat besser geschmeckt, als es am Anfang aussah und nach diesem Essen konnten wir mit den Koreanern in der U-Bahn mithalten und der allgemeine Knoblauchgestank hat uns nichts mehr ausgemacht.

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