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die Maskottchen Yeony (links von mir)  und Suny
die Maskottchen Yeony (links von mir) und Suny

In diesem Jahr findet die "EXPO" genannte Weltausstellung in Yeosu, einer Hafenstadt im Süden Südkoreas, statt. Und da wir erstens neugierige Menschen sind und es zweitens nicht so weit haben, hatten wir schon vor einigen Wochen den Entschluss gefasst, die EXPO zu besuchen. Im Gegensatz zu den Asiaten dehnen wir unsere Ausflüge immer etwas aus, so dass wir nicht nur einen Tag, sondern ein ganzes Wochenende für die Expo eingeplant hatten. War eine gute Entscheidung und, ehrlich gesagt, hätte ich auch noch einen dritten Tag dort zubringen können. Aber irgendwann ist man ja mal k.o. und auch das Hirn kann nichts mehr aufnehmen an Eindrücken.

Wir hatten vorher Einiges (vor allem Negatives) gehört und gelesen über diese EXPO, die ja sooo viel besser organisiert sein sollte als die 2010 in Shanghai, dass wir mit nicht allzu großen Erwartungen dorthin gefahren sind.

Aber, um es vorweg zu nehmen, wir waren angenehm überrascht und haben zwei abwechslungsreiche Tage dort verbracht.

Das großzügige Areal liegt direkt am Wasser, was uns immer mal wieder eine frische Brise bescherte. Großflächig und trotzdem kompakt bebaut, so dass die Wege nicht zu weit sind; interessante Architektur und viele Oasen mit Schatten zum Ausruhen; und, was in Asien ganz wichtig ist (und man in Europa so eher nicht findet): es gibt unzählige Möglichkeiten zu essen und zu trinken.

Es ist ganz klar, dass uns die Ausstellungen in den verschiedenen Pavillons nicht alle vom Hocker gerissen haben, aber interessant war es allemal. Nach unserer Meinung haben sowohl Deutschland als auch die Schweiz das Thema der EXPO (der lebende Ozean und die Küste) am besten umgesetzt. Die Schweiz hat zwar keine Küste, es wurde aber sehr gut auf das Thema "Wasser und seine Bedeutung" eingegangen. Der Pavillon von Frankreich war auch nicht schlecht und die skandinavischen Länder haben auch eine ansprechende Präsentation gezeigt. Enttäuscht hat uns der Pavillon Japans (vor dem immer eine Menge Leute wartete) und die U.S.A. haben sich auch keine so große Mühe gegeben. In manchen Pavillons kam ich mir vor wie auf einer Touristikmesse, aber das waren eher die kleinen Länder, die sich einfach nur als Land vorgestellt haben.

Am Sonntag besuchten wir die beiden Pavillons, für die wir eine Reservierung hatten, aber das war doch eher ein Reinfall. Das Aquarium war ja die Attraktion auf der EXPO, hat aber nichts Besonderes zu bieten gehabt. Viele Koreaner haben sich dafür 5 oder mehr Stunden angestellt, was ich nicht verstehen kann. Aber vielleicht sind wir einfach nur verwöhnt durch das, was wir schon gesehen haben, und für die Koreaner war das Aquarium wirklich das Highlight.Wie die Meinungen dazu sind, werden wir wahrscheinlich nicht erfahren, leider.

Insgesamt hat man in den Pavillons, die vom Gastgeberland gestaltet wurden, schon gemerkt, dass man in Asien ist. Asiaten finden andere Sachen toll als wir. In dem Pavillon, in dem das Leitthema der EXPO behandelt wird, hatten wir einfach mehr erwartet als einige große Räume, in denen man sich auf den Boden setzt um eine Multimedia-Show über sich ergehen zu lassen.

Aber, wie gesagt, jedes Land geht da anders ran und, insgesamt gesehen, haben wir nicht bereut, nach Yeosu gefahren zu sein.

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