Wetterkapriolen

Frühstück auf der Terrasse
Frühstück auf der Terrasse

Heute saß ich zum ersten Mal, seit wir wieder zurück in Seoul sind, auf unserer Dachterrasse. Über mir leuchtete der Himmel in bayrisch Blau, so dass ich ernsthaft den Gedanken hegte, der gestrige graue, gänzlich verregnete Tag sei ein schlechter Traum gewesen. Aber nein, die nassen Flecken an der Wohnzimmerdecke sind doch sehr real und zeigen, dass da eine Menge an Regen runtergekommen und nicht ab-, sondern durchgelaufen ist.

Es war nie meine Absicht, über´s Wetter zu schreiben, aber das wettermäßige Auf und Ab dieser Woche finde ich doch erwähnenswert.

Der Montag begann, wie der Sonntag geendet hat - heiß und dazu sonnig, so dass ich für den Weg zum Supermarkt meinen Sonnenschirm bemühte.

Aber das hielt nicht lange an, am Nachmittag zog es sich zu - schließlich erwarteten wir einen Taifun.

Seoul war gut vorbereitet auf Bolaven, den Taifun, der am Dienstag von Süden nach Norden über das Land zog. Die Schulen blieben geschlossen und auch wir hatten Vorsichtsmaßnahmen getroffen - die Möbel von der Terrasse geräumt und alle Fenster verriegelt - und ich setzte keinen Fuß vor die Tür. Im Süden hat Bolaven schlimm gewütet, es gab 19 Tote, aber Seoul blieb verschont. Es hat kaum geregnet und auch der Wind hielt sich in Grenzen. Glück gehabt !

 

 

Bolaven über Seoul
Blick von unserer Terrasse Richtung Süden während des Taifuns

Zum Luftholen blieb allerdings nur wenig Zeit, nämlich nur am Mittwoch, als wir ruhiges und relativ kühles Wetter hatten. Am Donnerstag traf der Taifun Tembin mit 83 Stundenkilometern auf den Südwesten des Landes, wo es 2 Todesopfer gab. In Seoul hat es zum Glück nur stark geregnet. Und nun haben wir die Ruhe nicht vor sondern nach dem Sturm. Und heiß soll es auch wieder werden, über 30°C nächste Woche. Ob das nun besser ist als Sturm und Regen ?

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