Sommerfrische im Osten

Gangwon-do, Chuam, Felsen
am Strand von Chuam

Am letzten Wochenende wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, was das Wort "Sommerfrische" bedeutet. Denn es war genau das, was wir im Sinn hatten, als wir uns Richtung Osten auf den Weg machten: in die Sommerfrische fahren, der drückenden, feuchten Hitze der Großstadt entfliehen. Und es war frisch an der Ostküste, so frisch, dass ich befürchtete, mit meiner dünnen Bluse nicht richtig angezogen zu sein. Aber gefroren habe ich dann doch nicht, sondern die angenehmen Temperaturen genossen.

Wer regelmäßig meine Einträge hier liest, wird festgestellt haben, dass wir nun schon zum dritten Mal an die Ostküste gefahren sind. Und wir werden es sicher noch öfter tun, denn es gibt viel zu entdecken. Neben verschiedenen Nationalparks im Hinterland, die wegen der Schönheit der Natur einen Besuch wert sind, und versteckten alten Tempeln, die verschiedene Nationalschätze beherbergen, sind auch oft die kleineren Orte sehenswert, buhlen sie doch alle mit irgendwelchen Attraktionen um die Gunst der Touristen. So war unser Wochenende wieder sehr abwechslungsreich und von verschiedensten Eindrücken geprägt.

Der Besuch der beiden Tempel Guryongsa im Chiaksan Nationalpark sowie Buseoksa im Sobaeksan Nationalpark (zu letzterem gibt es eine Bildergalerie) war geplant. Ebenso hatten wir uns den Besuch des Museums "Hassla Art World" vorgenommen, in dem einerseits in einem Museumsbau und andererseits über ein riesiges, teilweise bewaldetes Areal verteilt zeitgenössische Kunst ausgestellt ist. Aber alles Andere war eben Überraschung - die Strände, ganz besonders der Chuam Strand mit den beeindruckenden Felsformationen, der Ozeanriese (ein Hotel), der auf einem Hügel über dem Strand thront, oder die überaus sehenswerte Kalksteinhöhle mitten in Donghae. Die Stadt Donghae (knapp 100.000 Einwohner), wo wir in einem recht guten Motel übernachtet haben, hat uns auch positiv überrascht - sie wirkte modern und war an diesem Samstagabend recht belebt.

Alles in allem war es wieder mal ein Wochenendausflug, der uns in guter Erinnerung bleiben wird. Und das, obwohl sich das Wetter - entgegen der Vorhersage - nicht von seiner besten Seite gezeigt hat. Mein Vorhaben, endlich mal ins Meer einzutauchen, habe ich nämlich wegen dunkler Wolken, Wind, Nebel und hoher Wellen auch diesmal aufgegeben.

(Außer den Fotos vom Tempel sind welche unter "Highlights in der Provinz Gangwon-do" - ab Foto 22 - zu sehen.)

 

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