Winterausflug

Winter am Bukhangang
Winter am Bukhangang

Wenn man an einem dieser herrlichen Tage, die wir in der letzten Zeit hatten, die Stadt verlassen hat, stand einem erholsamen Winterspaziergang nichts mehr im Wege. Während in Seoul von der weißen Pracht nichts mehr übrig war und man lediglich schmutzige Haufen zusammengeschobenen Schnees vorfand, konnte man auf dem Lande noch in eine weiße Winterlandschaft eintauchen.

Wir verließen die Stadt Richtung Osten und nach ca. 25 km, an der Stelle, wo  sich der Bukhangang (Fluss) und der Namhangang zum Hangang vereinen, genossen wir die Sonnenstrahlen bei einem Spaziergang in der Nähe des Flussufers.

Um noch etwas Kultur zu genießen, fuhren wir noch ca. 50 km weiter Richtung Südosten zum Tempel Shilleuksa. Der Shilleuksa wurde ungefähr im Jahr 580 gegründet und ist der einzige Tempel in Korea, der an einem Flussufer errichtet wurde.

Das Tempelgelände ist recht groß und es gibt dort einige wertvolle Kulturdenkmäler zu bewundern. Unsere Freude über diesen schönen Ort wurde allerdings dadurch getrübt, dass das gesamte Gelände eine Schlammwüste war. Die Lufttemperatur lag etwas über Null und die obere Schicht des Bodens war aufgetaut und hatte die Konsistenz von Schmierseife. Wir sahen, dass man versucht hatte, mithilfe von Sand das Chaos etwas zu mildern, aber dieses Unterfangen war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. So müssen wir wohl noch ein weiteres Mal diesen sehenswerten Tempel besuchen, am besten im Herbst, wenn der große, 600 Jahre alte Ginkgobaum gelbe Blätter trägt.

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