Inseltraum

Hotel "Las Flores" in Catmon, Cebu
Unsere Unterkunft - das Hotel "Las Flores"

Jeder hat so seinen Traum, wie ein tropisches Inselparadies aussehen soll. Auch ich hatte bestimmte Vorstellungen von Cebu, die - nach dem ersten Eindruck - leider nicht mit der Realität übereinstimmten. Dabei hat Cebu alles, was solch ein Inselparadies braucht: Wärme und genügend Regen, schöne Strände, eine vielfältige Flora und Fauna in einer sehr abwechslungsreichen Landschaft. Aber wenn man, wie wir, zuerst in die Hauptstadt Cebu City kommt, ist man erst einmal schockiert. Cebu City hat die Probleme aller aufstrebenden Großstädte in Entwicklungsländern: Verkehrschaos und Übervölkerung; Zeichen von Wohlstand auf der einen sowie von bitterer Armut auf der anderen Seite. In Cebu City leben inzwischen wahrscheinlich schon um die 1 Million Menschen und man muss kein Prophet sein , um vorherzusehen, dass es immer mehr Menschen in die aufstrebende Großstadt zieht.

In den ländlichen Gebieten ging es etwas gemächlicher zu als in der Hauptstadt und hier haben wir wirklich paradiesische Fleckchen entdeckt. Allein unser Hotel, ein kleines, aber schmuckes Haus, war eine Oase der Ruhe. Leider gab es dort keinen schönen Strand. Aber da wir mit unserem Mietauto beweglich waren, sind wir eben dorthin gefahren, wo es ein Genuss war, im Meer zu baden. An einem Tag waren wir bei einem Österreicher auf dem Grundstück, der zwar eine kleine Pension betreibt, aber gerade keine Gäste hatte. Wir haben uns ein paar Stunden am Wasser aufgehalten und bekamen ein köstliches Mittagessen serviert. Am nächsten Tag besuchten wir ein kleines, wunderschön angelegtes Resort, das von einem Iren und seiner philippinischen Frau betrieben wird. Hätten wir ohne Empfehlung niemals gefunden. Die Frau eines deutschen Bäckers und Restaurantbesitzers, wo wir am Vorabend gegessen hatten, hat es uns empfohlen und uns auch telefonisch angemeldet. So hatte man uns schon erwartet und mittags stand wieder ein vorzügliches Mahl bereit.

So haben wir zwar nur einen kleinen Teil der Insel gesehen, aber mehr als all die Pauschaltouristen in den Bettenburgen.

Ach ja, mein Bild von der Insel wurde dann am letzten Tag, als wir noch einmal in Cebu City waren, gerade gerückt. Ich dachte, die Menschen sind alle bitterarm und leben nur mit dem Nötigsten in halbzerfallenen Hütten. Für einen großen Teil der Bevölkerung mag das zutreffen, aber in der Stadt gibt es auch eine Mittelschicht (Reiche sowieso), die ein Leben nach westlichen Maßstäben führt. Die zwei großen Shopping-Malls, die wir aufsuchten, waren jedenfalls gut besucht (an einem Werktag) und in den Cafes und Restaurants saßen nicht nur Touristen. Und in den Malls gab es all das zu kaufen, was man hier in Seoul auch kaufen kann. Die Globalisierung lässt grüßen !

Fotos sind in der "Galerie - außerhalb Koreas" zu sehen.

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