Kurzurlaub im Süden

Gokseong Rosengarten
im Rosengarten von Gokseong

In Südkorea gibt es zwar nicht ganz so viele gesetzliche Feiertage wie in Japan, aber hin und wieder wird uns doch ein verlängertes Wochenende geschenkt. Diesmal war das Wochenende, bereichert um einen Urlaubstag, gleich vier Tage lang, weil der Nationale Gedenktag auf einen Donnerstag fiel.

So packten wir unsere Sachen und fuhren in den Süden - ganz in den Süden, am dritten Tag bis auf die Insel Wando, von wo aus man nur mit der Fähre auf noch weiter südlich gelegene Inseln gekommen wäre.

Unsere vielfältigen Erlebnisse und Eindrücke will ich hier nur kurz zusammenfassen, dafür gibt es umso mehr Fotos zu sehen.

- Donnerstag: Es war heiß und der Spaziergang durch den Rosengarten von Gokseong war anstrengend, aber wir wurden belohnt mit einer üppigen Blütenpracht. 1004 Rosensorten werden dort kultiviert und ein netter älterer Herr von der Information machte uns ganz stolz darauf aufmerksam, dass wir ja "unsere" Rosen zu sehen bekommen. Die meisten der angepflanzen Rosensträucher stammen nämlich aus Deutschland. Einen stimmungsvollen Tempel, den Ssanggyesa, haben wir später auch noch besichtigt.

- Freitag: wir besuchten die Internationale Gartenbauausstellung bei Suncheon. Riesig, abwechslungsreich, großartig ! Hier wurde richtig viel Geld in die Hand genommen. Unsere BUGAs können sich damit nicht messen. Etwas Ruhe genießen konnten wir dann später am Tempel Sanggwangsa. Es war dort so friedlich, dass ich mich am liebsten niedergelassen hätte, um auf den Sonnenuntergang zu warten. Aber wir hatten ja noch etwas vor. Am frühen Nachmittag hatten wir beim Vorbeifahren an einer Kulturhalle gesehen, dass am Abend ein Konzert stattfindet. Wir haben uns kurzentschlossen Karten dafür besorgt (es war kostenlos) und am Abend hatten wir koreanische Kultur live ! Eine Militärkapelle spielte klassische Musik; es gab ein Stück mit großen Trommeln, wie wir sie aus Japan kennen; ein Opernstar, eine Schlagersängerin sowie ein junger Musicalstar sind aufgetreten. Es war einfach nur nett.

- Samstag: wieder Natur. Wir bummelten über eine Teeplantage, waren am Strand, besuchten einen Tempel und fuhren dann auf die Insel Wando, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

- Sonntag: Inseltag. Wir haben so ziemlich alles angeschaut, was es auf der Insel Sehenswertes gibt. Zum Abschluss führte uns unser Weg an einen der schönen Strände und ich musste ausprobieren, wie nass und kalt das Wasser ist. Und es war beides.

Dann schon wieder Richtung Norden hatten wir noch ein unvergessliches Erlebnis. Wir waren gerade mit der Besichtigung des Tempels Borimsa fertig und wollten schon wieder in unser Auto einsteigen, als wir sahen, dass einer der Mönche auf uns wartete. Er wollte wissen, woher wir kommen und lud uns zum Tee ein. Da wir noch Zeit hatten, nahmen wir die Einladung an und folgten ihm in eines der Gebäude auf dem Tempelgelände. Es war eine lustige halbe Stunde mit dem Mönch. Er konnte so gut wie kein Englisch und ich habe versucht, mit meinem dürftigen Koreanisch seine Fragen zu beantworten. Das Gesicht dieses lachenden Mönches, das einfach nur Herzenswärme und Güte ausstrahlte, werde ich so bald nicht vergessen.

Fotos sind in der "Galerie Südkorea - im Land" zu finden.

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