Jejudo - koreanisches Urlaubsparadies

Halim Park auf Jeju
im Halim Park

Unsere Reise nach Jejudo, der größten koreanischen Insel (-do als Anhängsel bedeutet im Koreanischen "Insel"), hatten wir schon lange geplant und weit im Voraus die Flüge und Übernachtungen gebucht. Obwohl die Strecke Seoul - Jeju die meistbeflogene der Welt ist (es gehen täglich mehr als 60 Flüge pro Richtung), muss man, wenn man zu einer angenehmen Jahreszeit reisen will, früh dran sein. Und da wir an einem Wochenende, das durch einen Feier- und Fenstertag verlängert wurde, unterwegs waren, mussten wir ganz besonders früh dran sein. Nun, dieses Problem hatte Jürgen erfolgreich gelöst und wir konnten uns ganz lange auf die sagenumworbene Insel freuen.

"Jeju ist wie Hawaii" hieß es und "Jeju ist so ganz anders als der Rest des Landes". Den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen konnten wir nun fast vier Tage lang, bei überwiegend sehr schönem Wetter, selbst überprüfen.

Ob es auf Jeju wie auf Hawaii ist, kann ich (noch) nicht beurteilen. Dass die Insel so ganz anders ist als der Rest von Südkorea, stimmt und stimmt auch wieder nicht.

Tatsache ist, dass die Insel durch die natürlichen Gegebenheiten einzigartig ist und man keinen vergleichbaren Flecken in Südkorea findet. Das Klima ist subtropisch (die Insel liegt 85 km südlich der Koreanischen Halbinsel), wodurch hier Südfrüchte prächtig gedeihen. Landwirtschaftliche Produkte von Jeju findet man in ganz Südkorea, was den Schluss zulässt, dass recht viel angebaut wird.

Einzigartig ist die Insel auch dadurch, dass es eine Vulkaninsel ist. Die größte Erhebung - der ruhende Vulkan Hallasan - ist mit 1950 m gleichzeitig der höchste Berg Südkoreas. Den vulkanischen Ursprung sieht man auf der ganzen Insel, sind doch Grundstücke und Felder mit Mauern aus Vulkangestein eingegrenzt.

Abgesehen von den natürlichen Besonderheiten merkt man auf Jeju recht deutlich, dass man sich in Südkorea befindet. Die beiden Städte Jeju City und Seogwipo unterscheiden sich äußerlich nicht von anderen südkoreanischen Städten vergleichbarer Größe. Auch hier wurden und werden riesige Hochhaus-Wohnkomplexe aus dem Boden gestampft und die Insel ist durchschnitten von breiten Straßen. Eben typisch koreanisch.

Uns hat es trotzdem gefallen; in den vier Tagen haben wir viel von der Insel gesehen und uns an den Naturschönheiten sowie traditionellen Bauwerken erfreut. Bleibt nur zu hoffen, dass der Schutz der Natur in Zukunft wichtiger ist als das Geschäft durch steigende Touristenzahlen.

In der "Galerie Südkorea - im Land" gibt es Fotos von der Insel zu sehen.

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