Bunte Lichter in dunkler Nacht

garden of Morningcalm
im Garten der Morgenstille

Üppige Weihnachtsbeleuchtung sucht man in Seoul vergebens. In großen Bürogebäuden stehen zwar beleuchtete Weihnachtsbäume, auch sind Kaufhäuser, Cafes und teilweise Geschäfte weihnachtlich geschmückt, aber Weihnachtsillumination auf öffentlichen Plätzen, so wie wir es aus Tokyo kennen, gibt es hier nicht. Allerdings gibt es ca. 60 km östlich von Seoul einen wunderschönen Garten, den "Garten der Morgenstille", der auch in der dunklen und nicht-grünen Jahreszeit versucht, Besucher anzulocken - durch farbenprächtige Beleuchtung. Diese hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun und wird auch bis Mitte März veranstaltet, aber für uns war diese Aktion in der Adventszeit gerade willkommen. So machten wir uns am kürzesten Tag des Jahres auf den Weg und waren pünktlich zum Anknipsen der Lichter um 17.30 Uhr vor Ort - wie viele andere auch. Natürlich sind wir im Dunkeln und bei Kälte nicht sehr lange durch den Garten spaziert, aber wir haben die gesamte Beleuchtung gesehen und haben uns auch über die Koreaner amüsiert. Während ich darauf aus war, die beleuchteten Bäume zu fotografieren, wurden von den Koreanern hauptsächlich Selbstbildnisse geschossen (am liebsten mit dem Handy) oder sie haben sich in eine lange Schlange gestellt, um sich in einem der leuchtenden Herzen ablichten zu lassen, was ja nun gar nicht unserem Geschmack entspricht.

Nachdem wir im Gartenrestaurant noch ein leckeres koreanisches Abendessen zu uns genommen hatten und auch die Heimfahrt problemlos verlief, war es alles in allem ein schöner Vorweihnachtsausflug.

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